- Über 27 PS (20 kW) Spitzenleistung, bis zu 130 km/h und rund 150 km Reichweite
- Preis unter 8.000 Euro (circa 9.010 US-Dollar), Marktstart im Sommer 2027
- Technische Basis ist die XE, ABS und Soziusplatz sind serienmäßig
Zu seinem 20-jährigen Bestehen stellt Zero Motorcycles ein Modell in den Mittelpunkt, das deutlich unter den bekannten Straßenmotorrädern der Marke angesiedelt ist. Die Project Ventura ist eine leichte Supermoto mit Elektroantrieb. Sie soll vor allem Menschen ansprechen, die bisher mit E-Bikes oder kleinen Elektro-Motorrädern unterwegs waren und den nächsten Schritt suchen. In Mailand steht zunächst ein Prototyp auf dem Stand. Daraus soll ein Serienmodell entstehen, das im Sommer 2027 zu den Händlern kommt. Damit gehört die Ventura zu den Elektro-Neuheiten der EICMA 2026 und zu den Motorrädern, die bereits für den Jahrgang 2027 angekündigt sind.

Was ist die Zero Project Ventura?
Die Zero Project Ventura ist ein Prototyp für ein leichtes Elektro-Straßenmotorrad im Supermoto-Stil. Technisch baut sie auf der XE auf, dem kleinen Offroad-Modell von Zero für die Führerscheinklasse A1.
Eine Supermoto ist im Kern ein Geländemotorrad, das mit Straßenrädern und Straßenreifen für den Asphalt umgerüstet wird. Typisch sind ein geringes Gewicht, eine aufrechte Sitzposition und ein handliches Fahrverhalten in engen Kurven. Diese Merkmale übernimmt die Ventura. Für den Einsatz auf der Straße hat Zero eigene 17-Zoll-Gussräder mit sportlichen Straßenreifen und eine eigenständige Verkleidung entwickelt. Die Beleuchtung ist von Anfang an so gestaltet, dass sie sowohl an der XE als auch an der Ventura passt.
Für den Hersteller ist das Thema nicht neu. Mit der FXS und der FXE hatte Zero schon früher elektrische Supermotos im Angebot. Die Ventura knüpft daran an, setzt aber auf einen günstigeren Einstieg in die Marke. Zero spricht ausdrücklich von einem Serienmotorrad, das von der Project Ventura inspiriert ist. Name und Details können sich bis zum Marktstart also noch ändern. In den kommenden Monaten will der Hersteller Rückmeldungen von Interessenten und Händlern sammeln und das Motorrad danach fertig abstimmen.
Wie viel Leistung hat die Zero Project Ventura?
Der neu entwickelte Elektroantrieb der Ventura soll eine Spitzenleistung von mehr als 27 PS (20 kW) liefern. Damit sind kurzzeitig bis zu 130 km/h möglich, dauerhaft hält das Motorrad 105 km/h.
Zero unterscheidet bewusst zwischen diesen beiden Werten. Die Höchstgeschwindigkeit steht nur für kurze Zeit zur Verfügung, die Dauergeschwindigkeit kann die Ventura dagegen über längere Strecken halten. Im Vergleich zur technischen Basis ist das ein deutlicher Schritt nach vorn: Die XE erreicht im Modelljahr 2027 nach einer geänderten Übersetzung 95 km/h.

Wie weit kommt die Zero Project Ventura mit einer Akkuladung?
Zero schätzt die Reichweite der Ventura auf 150 Kilometer im realen Fahrbetrieb. Wie groß der Akku ist und wie lange eine Ladung dauert, gibt der Hersteller erst später bekannt.
Ein Ladegerät ist fest im Motorrad verbaut. Die Ventura lässt sich damit an öffentlichen Wechselstrom-Ladestationen laden, die in Nordamerika als Level 2 bezeichnet werden. Ein separates Ladegerät ist nicht nötig. Die Gleichstrom-Schnellladung nach CCS-Standard, die Zero für 2027 ankündigt, nennt der Hersteller bisher nur für seine größeren Street- und Dual-Sport-Modelle. Für die Ventura ist davon noch keine Rede.
Für welchen Führerschein ist die Zero Project Ventura gedacht?
Die Ventura ist in Europa für den Führerschein A1 ausgelegt. Zero will damit Einsteiger erreichen, aber ebenso erfahrene Fahrer, die ein leichtes und wendiges Motorrad für den Alltag suchen.
Wie wichtig dem Hersteller die Gruppe der E-Bike-Fahrer ist, zeigt die Aussage von Jim Callahan, der bei Zero für Produkte und Partnerschaften verantwortlich ist. Er nennt drei Leitlinien für die Entwicklung. Zuerst ging es um die Optik: Das Ziel war ein Motorrad, „das so gut aussieht, dass man sich ein Poster davon über dem Bett wünschen würde“. Außerdem soll sich die Ventura für die Millionen Menschen, die in den vergangenen Jahren auf E-Bikes und E-Motos gefahren sind, wie ein natürlicher nächster Schritt anfühlen. Und schließlich soll sie vor allem Spaß machen. Gelingt das, sieht Callahan die Chance, eine neue Generation für das Motorradfahren zu begeistern.
Auch im Alltag soll die Ventura mehr können als ein reines Spaßgerät. Das Fahrwerk ist für zwei Personen ausgelegt, ABS ist serienmäßig an Bord. Per Bluetooth verbindet sich das Motorrad mit der neuen Zero-App. Darin sollen sich unter anderem eigene Fahrmodi einstellen lassen, bei denen Geschwindigkeit, Leistung, Drehmoment und Rekuperation, also die Rückgewinnung von Energie beim Bremsen, angepasst werden können.

Was kostet die Zero Project Ventura?
Zero nennt für die Ventura einen Preis von unter 8.000 Euro (circa 9.010 US-Dollar). Einen genauen Endpreis gibt es noch nicht, er dürfte erst kurz vor dem Marktstart im Sommer 2027 feststehen.
Zur Einordnung hilft ein Blick auf die Modelle drumherum. Die XE, auf der die Ventura aufbaut, kostet im Modelljahr 2027 in Deutschland unverändert 6.600 Euro (circa 7.440 US-Dollar). Deutlich teurer ist die Stark Varg SM, eine Elektro-Supermoto mit bis zu 80 PS, für die 12.990 Euro (circa 14.640 US-Dollar) fällig werden. Bei der Leistung spielt die Varg SM allerdings in einer anderen Liga.
Für eine abschließende Bewertung fehlen noch wichtige Daten. Zero hat weder das Gewicht noch die Akkukapazität oder die Ladedauer genannt. Alle bisherigen Werte sind Prognosen für das Serienmodell und können sich noch ändern.
Was zeigt Zero auf der EICMA 2026 außerdem?
Neben der Ventura feiert der Elektroroller LS3 seine Premiere. Er leistet 17 PS (12,7 kW), fährt bis zu 120 km/h schnell und kommt mit seinen drei Akkus (zusammen 5,6 kWh) bis zu 150 Kilometer weit. Einer der Akkus sitzt unter dem Sitz und lässt sich herausnehmen, um Stauraum zu schaffen. Der LS3 soll im Frühjahr 2027 für 6.810 Euro (circa 7.670 US-Dollar) in Deutschland erhältlich sein.
Die XE bekommt für 2027 ein größeres, mittig platziertes Display, eine neue Beleuchtung, breitere Dual-Sport-Reifen und schwarze Verkleidungsteile. In Nordamerika ist sie künftig ebenfalls straßenzugelassen. Zusätzlich arbeitet Zero an einer Gleichstrom-Schnellladung, die kompatible Modelle in weniger als 30 Minuten von 20 auf 80 Prozent laden soll. Für Motorräder ab Baujahr 2022 mit dem Betriebssystem Cypher III ist eine Nachrüstung geplant.

Häufige Fragen
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Was kostet die Zero Project Ventura?
Die Zero Project Ventura soll weniger als 8.000 Euro (circa 9.010 US-Dollar) kosten. Einen genauen Preis hat Zero noch nicht genannt. Er wird voraussichtlich erst zum Marktstart im Sommer 2027 feststehen.
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Wie schnell ist die Zero Project Ventura?
Die Ventura erreicht kurzzeitig bis zu 130 km/h. Dauerhaft kann sie 105 km/h halten. Die Spitzenleistung liegt bei mehr als 27 PS (20 kW).
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Wann kommt die Zero Project Ventura auf den Markt?
Zero plant den Marktstart für den Sommer 2027. Auf der EICMA 2026 ist zunächst ein Prototyp zu sehen. Das Serienmodell kann sich in Details und beim Namen noch davon unterscheiden.
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Darf man die Zero Project Ventura mit dem A1-Führerschein fahren?
Ja, Zero hat die Ventura in Europa für den Führerschein A1 ausgelegt. Damit richtet sich das Motorrad auch an Einsteiger und an Umsteiger vom E-Bike.












