- Diavel V4 ab 28.390 Euro, Diavel V4 S ab 31.390 Euro in Deutschland
- V4 Granturismo mit 168 PS und 126 Nm, neu abgestimmte Motorsteuerung
- V4 S mit Öhlins Smart EC 3.0, Lithiumbatterie und Griffheizung
Der Abstand zwischen der Diavel V4 und der deutlich teureren V4 RS war bisher groß. Mit der neuen S-Version schließt Ducati diese Lücke zumindest teilweise. Die Basis bekommt für 2027 dagegen vor allem ein Design-Update und mehr Ausstattung. Dass Ducati an einer überarbeiteten Diavel arbeitet, hatte sich schon im Laufe des Jahres über Designregistrierungen in der EU und Zulassungsunterlagen in den USA abgezeichnet. Vorgestellt wurden beide Modelle jetzt auf der EICMA 2026, sie gehören damit zu den Motorrad-Neuheiten für 2027.

Was ist neu an der Ducati Diavel V4 2027?
Die Diavel V4 2027 trägt neue Lufteinlässe, ein überarbeitetes Heck und neue Felgen, die sich an der Diavel V4 RS orientieren. Technisch kommen eine neu abgestimmte Motorsteuerung, der Quickshifter 2.0 und ein 6,9-Zoll-Display mit serienmäßiger Navigation dazu.
Die Heckabdeckung ist jetzt auf den Solobetrieb ausgelegt. Ein Soziussitz gehört trotzdem zum Lieferumfang, und die einklappbaren Fußrasten und Haltegriffe für den Beifahrer bleiben erhalten. Auch das bekannte Gesicht bleibt: Das Tagfahrlicht in doppelter C-Form und die LED-Matrix-Rückleuchte übernimmt Ducati vom Vorgänger, ebenso die breite Front und das schmale Heck.
Im Cockpit sitzt ein 6,9 Zoll großes TFT-Farbdisplay im Format 8:3, wie es auch die neue Panigale V4 nutzt. Turn-by-Turn-Navigation ist bei beiden Versionen Serie. Neu ist außerdem eine grafische Echtzeitanzeige, die zeigt, wann Traktions- und Wheeliekontrolle eingreifen. Nach jedem Start mit der Launch Control blendet das Display die Zeiten von 0 auf 100 und von 0 auf 200 km/h ein und speichert die besten Werte. Geht der Tank in die Reserve, bleibt die Füllstandsanzeige als Balken neben der Restreichweite sichtbar. Eine USB-C-Buchse mit 20 Watt lädt das Smartphone. Bei den Reifen setzt Ducati jetzt auf den Pirelli Diablo Rosso IV, den es im Format 240/45 zuerst an der Diavel V4 RS gab.
Was unterscheidet die Diavel V4 S von der Diavel V4?
Der wichtigste Unterschied ist das Fahrwerk. Die Diavel V4 S nutzt das semiaktive Öhlins-System Smart EC 3.0, die Basis eine konventionelle, voll einstellbare Federung.
Bei der Diavel V4 arbeiten vorne eine 50-mm-Upside-down-Gabel und hinten ein Federbein, beide lassen sich von Hand einstellen. Die S bekommt vorne eine 48-mm-Gabel von Öhlins vom Typ NIX30 und hinten ebenfalls ein Öhlins-Federbein. Beide Elemente werden elektronisch gesteuert und passen die Dämpfung in Sekundenbruchteilen an.
Wie arbeitet das Öhlins Smart EC 3.0?
Das System wertet die Daten einer Trägheitsplattform aus, die Beschleunigungen und Schräglagen misst. Daraus berechnet es laufend die passende Dämpfung. Drei Modi stehen zur Wahl: Dynamic, Comfort und Low Grip für rutschigen Untergrund. In den sportlicheren Modi erhöht das System nach dem Lösen der Bremse die Zugstufendämpfung der Gabel. Die Front bleibt dadurch ruhiger, die Diavel V4 S soll schneller einlenken und ihre Linie in der Kurve besser halten. Fährt die Diavel V4 S längere Zeit gleichmäßig geradeaus, etwa auf der Autobahn, erkennt das System die Situation und dämpft weicher.
Welche Ausstattung hat die V4 S zusätzlich?
Neben dem Fahrwerk bringt die S eine Lithium-Ionen-Batterie mit, die Basis hat eine Bleibatterie. Die Griffheizung ist bei der S serienmäßig, bei der Diavel V4 gibt es sie gegen Aufpreis. Die Gussfelgen der S haben zusätzlich bearbeitete Speichen. Durch die leichtere Batterie und die anderen Teile wiegt die V4 S ohne Kraftstoff 222 kg (489 lbs), die Basis 225 kg (496 lbs).

Wie viel PS hat die Ducati Diavel V4 2027?
Die Ducati Diavel V4 2027 leistet 168 PS (123,5 kW) bei 10.750/min. Das maximale Drehmoment von 126 Nm (93 lb-ft) liegt bei 7.500/min an, beide Werte sind gegenüber dem Vorgänger unverändert.
Der Motor ist der V4 Granturismo mit 1.158 cm³, der die Euro-5+-Norm erfüllt. Er verfügt über eine Zylinderabschaltung: Im Stand, etwa an der Ampel, und bei niedriger Drehzahl legt die Elektronik unter bestimmten Bedingungen die hintere Zylinderbank still. Das soll Verbrauch und Hitze für Fahrer und Sozius senken. Wird mehr Leistung abgerufen, schalten sich die hinteren Zylinder wieder zu. Neu ist die Abstimmung der Motorsteuerung. Sie soll das Gas im unteren und mittleren Drehzahlbereich sanfter annehmen. Das hilft vor allem in der Stadt und beim langsamen Fahren.
Der Quickshifter 2.0 erlaubt Gangwechsel nach oben und unten ohne Kupplung und löst das bisherige System ab. Statt eines Schalthebels mit Mikroschalter gibt es jetzt eine direkte mechanische Anlenkung, ein Sensor erkennt den eingelegten Gang und die Stellung der Schaltwalze. Der Hebel ist außerdem in Lagern statt in Gleitbuchsen geführt. Das soll kürzere Schaltwege und weniger Spiel bringen.
Neu ist auch eine Software, die das Spiel in der Antriebskette vorausschauend ausgleicht. Sie soll den Lastwechselruck beim leichten Gasgeben verringern, der beim Vorgänger noch spürbar war. Vier Fahrmodi stehen zur Wahl: Sport, Touring, Urban und Wet. Dazu kommen drei Leistungsstufen, die schwächste begrenzt den Motor auf 115 PS (85 kW). Kurven-ABS, Traktionskontrolle, Wheeliekontrolle, Launch Control, Tempomat und schlüsselloses Starten gehören bei beiden Versionen zur Serie.
Bei der Wartung bleibt der V4 genügsam. Ein Ölwechsel ist alle 15.000 km oder alle zwei Jahre fällig, das Ventilspiel muss erst nach 60.000 km kontrolliert werden.
Fahrwerk, Bremsen und Maße der Diavel V4 2027
Das Grundgerüst bleibt gleich. Ein Monocoque-Rahmen aus Aluminium nutzt den Motor als tragendes Teil, hinten führt eine Einarmschwinge aus Aluminium das Hinterrad.
Die Federwege betragen 120 mm vorne und 145 mm hinten. Auf den 17-Zoll-Rädern sind Reifen im Format 120/70 vorne und 240/45 hinten montiert. Vorne bremsen zwei 330-mm-Scheiben mit Brembo-Stylema-Monoblockzangen, hinten eine Scheibe mit 265 mm. Die Sitzhöhe liegt bei 790 mm, der Tank fasst 20 Liter.

Welche Ausstattung lässt sich bei der Diavel V4 ab Werk wählen?
Ab dem Modelljahr 2027 ist die Diavel-Familie Teil des Programms Ducati Factory Made. Käufer stellen ihr Motorrad damit schon bei der Bestellung zusammen, die gewählten Teile werden direkt im Werk montiert.
Für die Diavel V4 stehen die Designlinien Icon, Style und Sophistication zur Auswahl. Bei der V4 S ist das Angebot größer. Hier gibt es zusätzlich Lackierungen im Stil von Ducati Corse und eine Performance-Variante sowie Farben aus dem Personalisierungsprogramm Ad Personam von Lamborghini. Zu den weiteren Optionen gehören besondere Felgen, Bremszangen und Sitzbänke, halbstarre Seitenkoffer mit Rückenlehne, Ausstattungspakete und eine Trockenkupplung.
Was kostet die Ducati Diavel V4 2027 und wann kommt sie?
In Deutschland startet die Diavel V4 bei 28.390 Euro (circa 32.000 US-Dollar), die Diavel V4 S kostet ab 31.390 Euro (circa 35.400 US-Dollar). Die Händler sollen die neuen Modelle ab Januar 2027 bekommen, zuerst in Italien, danach in den übrigen Ländern.
Der Aufpreis für die S liegt damit bei 3.000 Euro. In den USA verlangt Ducati für die Diavel V4 28.995 US-Dollar (circa 25.700 Euro) und für die V4 S 31.995 US-Dollar (circa 28.400 Euro). Darüber bleibt die Diavel V4 RS mit 182 PS das Spitzenmodell der Baureihe, sie kostet in Deutschland ab 38.990 Euro (circa 43.900 US-Dollar).

Häufige Fragen
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Was kostet die Ducati Diavel V4 S?
Die Ducati Diavel V4 S kostet in Deutschland ab 31.390 Euro. Sie ist damit 3.000 Euro teurer als die Diavel V4. In den USA liegt der Preis bei 31.995 US-Dollar.
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Welches Fahrwerk hat die Ducati Diavel V4 S?
Die Diavel V4 S nutzt das semiaktive Öhlins-Fahrwerk Smart EC 3.0 mit einer 48-mm-Gabel vorne. Es passt die Dämpfung laufend an und bietet die Modi Dynamic, Comfort und Low Grip. Die Basisversion hat eine konventionelle, voll einstellbare 50-mm-Gabel.
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Wie viel PS hat die Ducati Diavel V4 2027?
Die Diavel V4 2027 leistet 168 PS bei 10.750/min und 126 Nm bei 7.500/min. Die Werte gelten für beide Versionen und sind gegenüber dem Vorgänger gleich geblieben. Neu ist eine sanftere Abstimmung der Motorsteuerung.
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Wann kommt die neue Ducati Diavel V4 zu den Händlern?
Die neue Diavel V4 soll ab Januar 2027 zu den Händlern kommen. Den Anfang macht Italien, die übrigen Märkte folgen danach.












