- Werkzeuglos einstellbare KYB-Federelemente mit neuer Abstimmung für beide Modelle
- TF 250-E ab 10.795 Euro, TF 450-E ab 11.395 Euro, Marktstart im November 2026
- TF 450-E mit neuen DLC-beschichteten Kipphebelwellen und umfangreicheren Schaltungsänderungen
Seit dem Frühjahr 2025 hat Triumph mit der TF 250-E und der TF 450-E eigene Enduros im Programm. Nach zwei Rennsaisons baut der britische Hersteller die Plattform nun nicht neu, sondern greift gezielt an vielen kleinen Stellen ein. Der Schwerpunkt liegt auf dem Fahrwerk, der Kupplung und dem Gangwechsel. Leistung, Gewicht und Rahmen bleiben unverändert. Die beiden Enduros gehören damit zu den Modellpflegen des Jahrgangs 2027, der bei vielen Herstellern eher aus Detailarbeit als aus Neuentwicklungen besteht.

Was ist neu an der Triumph TF 250-E 2027 und der TF 450-E?
Beide Enduros erhalten die neueste KYB-Federung mit geänderter Abstimmung und Einstellern, die ohne Werkzeug funktionieren. Dazu kommen überarbeitete Kupplungen, Änderungen an der Schaltung, eine neue Motorabstimmung und ein komplett schwarzes Plastikkleid.
Einige Änderungen teilen sich beide Modelle. Neben dem Fahrwerk sind das neue Schutzbügel an der Gabel, ein überarbeitetes Schauglas für den Ölstand und neue Grafiken. Die restlichen Neuerungen unterscheiden sich je nach Hubraum. Die 250er bekommt neue Gabelbrücken, bei der 450er greift Triumph tiefer in Schaltung und Zylinderkopf ein.
Wie verändert Triumph das KYB-Fahrwerk der Enduros?
Feder- und Dämpfungsabstimmung sind neu, und die Einsteller lassen sich jetzt ohne Werkzeug verdrehen. Das soll Änderungen am Setup schneller machen, etwa wenn auf einer Enduro-Veranstaltung der Untergrund wechselt.
An der Hardware ändert sich wenig. Vorn arbeitet weiter eine 48 Millimeter starke KYB-AOS-Gabel mit Stahlfedern, 300 mm Federweg sowie einstellbarer Druck- und Zugstufe. Hinten sitzt ein KYB-Federbein mit Ausgleichsbehälter, 313 mm Federweg und getrennt einstellbarer Druckstufe für schnelle und langsame Bewegungen, also High- und Low-Speed. Die Federwege sind dieselben wie bisher.
Die TF 250-E bekommt zusätzlich neue Gabelbrücken von Neken. Komplett neu ist der Zulieferer allerdings nicht: Schon die erste Version der 250er nutzte Neken-Brücken, damals dieselben wie der Motocrosser TF 250-X. Für 2027 sind sie geschmiedet, aus leichtem 7075-T6-Aluminium gefertigt und eigens abgestimmt, um das Verhalten der Front feiner zu machen. Die 450er behält ihre eigenen Gabelbrücken.

Was ändert sich am Motor der TF 250-E?
An der TF 250-E überarbeitet Triumph vor allem Kupplung und Schaltung. Sie bekommt ein neues Kupplungspaket mit neuem Lager, einen Schaltstern aus Stahl und einen ergonomisch geänderten Schalthebel.
Im Motor selbst kommen neue Ventilführungen zum Einsatz. Eine geänderte Abstimmung der Motorsteuerung soll die Fahrbarkeit verbessern. Die Eckdaten bleiben gleich: Der Einzylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen hat 249,9 cm³ Hubraum, 78 mm Bohrung und 52,3 mm Hub bei einer Verdichtung von 14,4:1. Triumph nennt 42,3 PS (31,1 kW) und 27,8 Nm (20,5 lb-ft). Die 250er soll hoch drehen und ihre Leistung dabei linear abgeben.
Warum bekommt die TF 450-E neue Kipphebelwellen?
Laut Triumph sollen die neuen Kipphebelwellen mit DLC-Beschichtung länger halten. DLC steht für eine sehr harte, kohlenstoffbasierte Oberflächenschicht, die den Verschleiß verringert.
Das Bauteil ist kein unbekanntes. Im Herbst 2026 rief das Kraftfahrt-Bundesamt die TF 450-E zurück, weil eine Kipphebelwelle im Zylinderkopf blockieren und den Motor abwürgen kann. Einen Zusammenhang zwischen Rückruf und Modellpflege stellt Triumph in der Pressemitteilung nicht her. Auch der Motocrosser TF 450-X bekommt für 2027 überarbeitete DLC-beschichtete Kipphebelwellen. Die Änderung betrifft also die gesamte 450er-Familie.
Darüber hinaus ändern sich bei der TF 450-E Konstruktion und Material der Ventilführungen. Die Kupplung erhält ein neues Paket, ein neues Lager und einen neuen Hydraulikschlauch. An der Schaltung tauscht Triumph Schaltstern, Rasthebel und Schaltwelle, dazu kommt ein überarbeiteter Schalthebel. Der SOHC-Einzylinder mit 449,5 cm³, 95 mm Bohrung und 63,4 mm Hub leistet weiter 59,2 PS (43,5 kW) und 48 Nm (35,4 lb-ft). Auch er erhält eine neue Abstimmung.

Welche Technik übernimmt Triumph unverändert?
Rahmen, Elektronik und Ausstattung bleiben so, wie sie seit dem Start der Baureihe sind. Basis ist ein Zentralrohrrahmen aus Aluminium mit zwei Unterzügen, dessen Wandstärken innen bearbeitet werden, um Gewicht und Steifigkeit abzustimmen. Dazu gehören eine Aluminiumschwinge mit eigener Enduro-Geometrie und eine geschmiedete, gefräste Umlenkung.
Serienmäßig sind Traktionskontrolle, Launch Control, Quickshifter und zwei Motorkennfelder an Bord. Gesteuert wird alles über ein Athena-Steuergerät mit GET Power Assist. Weitere Kennfelder und Einstellungen gibt es über eine optionale WLAN-Funktion. Gebremst wird mit Brembo-Sätteln und Galfer-Scheiben, vorn mit 260 mm, hinten mit 220 mm Durchmesser.
D.I.D-DirtStar-Felgen laufen auf gefrästen Aluminiumnaben, vorn in 21 Zoll, hinten in 18 Zoll, bezogen mit Michelin-Enduroreifen. Zur Ausstattung zählen außerdem ein ProTaper-Lenker mit Carbonkern und verstellbaren Aufnahmen, ODI-Griffe, ein Pyramid-Sitzbezug und LED-Licht.
Die TF 250-E wiegt fahrfertig 114,2 kg (251,8 lbs), die TF 450-E 116,7 kg (257,3 lbs). Der Tank fasst 8,3 Liter, der Radstand beträgt 1.488 mm. Bei der Sitzhöhe ist Triumph uneinheitlich: Im Text nennt der Hersteller 955 mm, in den technischen Daten 957 mm.
Rennsport als Grundlage der Modellpflege
Die Änderungen stammen nach Angaben von Triumph aus zwei Jahren im Wettbewerb. In der Enduro-WM 2026 holten Fahrer aus dem Werksteam und unterstützten Teams 15 Siege und 62 Podestplätze. Morgan Lesiardo wurde Vizeweltmeister der Klasse Enduro1, Leo Joyon belegte auf der TF 250-E sowohl in der Junioren-WM als auch im Junior1-Weltcup Gesamtrang zwei. Jonny Walker hatte bereits 2025 mit der TF 450-E die AMA-EnduroCross-Meisterschaft gewonnen und wurde 2026 Zweiter der SuperEnduro-WM. Bei den Six Days 2026 standen Triumph-Fahrer in allen drei Teams auf dem Podium der World Trophy, gewonnen hat Italien vor Frankreich und Schweden.
Produktchef Steve Sargent spricht davon, dass die Erfahrungen von Walker, Lesiardo, Joyon und Teammanager Paul Edmondson in die 2027er-Modelle eingeflossen sind. Ziel der Änderungen an Federung, Antrieb und Bedienung sei mehr Kontrolle und Vertrauen für den Fahrer, ohne die bekannte Leistung zu verlieren.

Was kosten die Triumph TF 250-E und TF 450-E 2027?
In Deutschland kostet die TF 250-E 10.795 Euro (circa 12.070 US-Dollar), die TF 450-E 11.395 Euro (circa 12.740 US-Dollar), jeweils zuzüglich Liefernebenkosten. Verkauft werden beide ab November 2026 über die spezialisierten Motocross-Händler von Triumph.
Damit liegen beide Modelle 200 Euro (circa 225 US-Dollar) unter den Preisen zum Marktstart im Frühjahr 2025. Damals verlangte Triumph 10.995 Euro für die 250er und 11.595 Euro für die 450er. Der Abstand zwischen beiden Modellen bleibt bei 600 Euro.
In anderen Märkten sehen die Preise so aus:
- Österreich: 11.195 Euro (circa 12.515 US-Dollar) für die TF 250-E und 11.995 Euro (circa 13.410 US-Dollar) für die TF 450-E, jeweils inklusive Nebenkosten und NoVA
- Schweiz: 10.195 Franken (circa 11.125 Euro / 12.435 US-Dollar) und 10.695 Franken (circa 11.670 Euro / 13.045 US-Dollar)
- Großbritannien: 8.995 Pfund (circa 10.790 Euro / 12.065 US-Dollar) und 9.595 Pfund (circa 11.510 Euro / 12.870 US-Dollar)
Für Service, Teile und Unterstützung am Renntag verweist Triumph auf sein Netz aus Motocross- und Enduro-Händlern. Ersatzteile und Zubehör lassen sich zudem rund um die Uhr online bestellen, wahlweise mit Expressversand oder zur Abholung.

Häufige Fragen
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Was ist neu an der Triumph TF 250-E 2027?
Die Triumph TF 250-E 2027 bekommt werkzeuglos einstellbare KYB-Federelemente mit neuer Abstimmung und geschmiedete Neken-Gabelbrücken aus 7075-T6-Aluminium. Dazu kommen ein neues Kupplungspaket, ein Schaltstern aus Stahl, ein geänderter Schalthebel, neue Ventilführungen und eine neue Motorabstimmung.
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Was kostet die Triumph TF 450-E 2027?
Die TF 450-E 2027 kostet in Deutschland 11.395 Euro zuzüglich Liefernebenkosten. Das sind 200 Euro weniger als zum Marktstart 2025. In Österreich liegt der Preis bei 11.995 Euro inklusive Nebenkosten und NoVA.
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Hat die TF 450-E 2027 mehr Leistung?
Nein, die Leistung bleibt bei 59,2 PS und 48 Nm. Triumph ändert die Motorabstimmung, um die Fahrbarkeit zu verbessern, nennt aber keine höheren Werte.
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Wie schwer sind die Triumph-Enduros 2027?
Die TF 250-E wiegt fahrfertig 114,2 kg, die TF 450-E 116,7 kg. Beide Werte sind gegenüber dem bisherigen Modell unverändert.
➜ Dieser Artikel ist Teil unserer umfassenden Übersicht: Neue Motorräder 2027: Alle Modelle, Neuheiten und Highlights im Überblick. Dort findest du alle wichtigen Informationen zum Thema gebündelt.












