- Di Giannantonio sieht sich nach den Wintertests bereit für das Podest
- Erstmals von Beginn an in die Entwicklung der Ducati GP26 eingebunden
- Die richtige Kombination aus Aero-Paketen und Chassis soll den Unterschied machen
Vor dem ersten Rennwochenende der MotoGP-Saison 2026 in Buriram gibt sich Fabio Di Giannantonio betont kämpferisch. Der 27-jährige Römer gehört neben Marc Marquez, Francesco Bagnaia und Fermin Aldeguer zu jenem exklusiven Kreis an Piloten, die direkt bei Ducati Corse unter Vertrag stehen. Dass er seine Ducati GP26 im VR46-Team von Valentino Rossi bewegt, ändert nichts an der Tatsache, dass Di Giannantonio werksseitig voll unterstützt wird.
Wintertests als Vertrauensbeweis
Die fünf Testtage in Sepang und Buriram verliefen für Di Giannantonio nach eigener Einschätzung vielversprechend. Im kombinierten Ergebnis des Buriram-Tests landete er zwar mit einer halben Sekunde Rückstand auf die Bestzeit nur auf Rang 9, doch die reine Platzierung spiegelt aus seiner Sicht nicht die gesamte Arbeit wider. «In Sepang lief es sehr gut, aber ich war dennoch verunsichert», erklärte der Italiener. Zwar sei Sepang eine gute Teststrecke, doch eine einzelne Strecke allein habe ihm nicht die Sicherheit gegeben, dass das Gesamtpaket stimme. Diese Bestätigung habe er sich dann in Thailand geholt: «Ich habe sehr viel Vertrauen.»
Das Ducati-Puzzle: Aerodynamik als Schlüsselfaktor
Technisch sieht Di Giannantonio einen entscheidenden Vorteil darin, dass er erstmals von Anfang an komplett in die Weiterentwicklung des Motorrads für die laufende Saison eingebunden ist. Er beschrieb den Prozess als vielschichtig: Ducati stelle nicht einfach ein fertiges Motorrad hin. Es gebe zahlreiche Möglichkeiten, die Maschine zu konfigurieren, und das Verständnis dafür sei bei ihm deutlich gewachsen.
Als zentralen Bereich nannte er die Aerodynamik. Die richtige Verkleidung könne einen großen Unterschied machen, müsse aber zum gesamten Paket und auch zu den Daten des Chassis passen. Dabei sei es durchaus möglich, dass ein neues Aero-Teil sehr gut mit einem bestehenden oder älteren Chassis-Element harmoniere. Genau dieses Gesamtbild habe sein Team nun gefunden.
Körperliche Vorbereitung auf neuem Niveau
Neben der technischen Seite betonte Di Giannantonio auch seine verbesserte physische Verfassung. Als Werkspilot von Ducati Corse habe er sich erstmals über den Winter gezielt und ohne Einschränkungen vorbereiten können. Im vergangenen Jahr sei es ihm nicht möglich gewesen, Muskeln aufzubauen. Nun habe er ideal trainieren können und befinde sich nach eigener Aussage in der besten körperlichen Form seiner Karriere.
Klare Ansage vor dem Saisonstart
Unterm Strich fällt die Einschätzung des Piloten mit der Startnummer 49 entsprechend positiv aus. Man sei absolut startklar und bereit für die lange Saison, so Di Giannantonio. Auf die Frage nach den eigenen Erwartungen antwortete er knapp: «Das Podest – warum nicht?»
Die Wintertests haben gezeigt, dass Ducati aus dem dominanten Einzelfall Marc Marquez ein nahezu gleich schnelles Quintett geformt hat. Di Giannantonio ist ein fester Teil dieses Bollwerks. Ob der Sprung aufs Podest tatsächlich gelingt, wird sich ab diesem Wochenende in Buriram zeigen.
Ergebnisse MotoGP-Test Buriram (kombinierte Rundenzeiten)
| Pos. | Fahrer | Hersteller | Zeit |
|---|---|---|---|
| 1. | Marco Bezzecchi (I) | Aprilia | 1:28,668 min |
| 2. | Ai Ogura (J) | Aprilia | +0,097 sec |
| 3. | Marc Marquez (E) | Ducati | +0,168 |
| 4. | Francesco Bagnaia (I) | Ducati | +0,215 |
| 5. | Alex Marquez (E) | Ducati | +0,293 |
| 6. | Pedro Acosta (E) | KTM | +0,353 |
| 7. | Franco Morbidelli (I) | Ducati | +0,403 |
| 8. | Jorge Martin (E) | Aprilia | +0,499 |
| 9. | Fabio Di Giannantonio (I) | Ducati | +0,505 |
| 10. | Joan Mir (E) | Honda | +0,628 |
| 11. | Raul Fernandez (E) | Aprilia | +0,634 |
| 12. | Brad Binder (ZA) | KTM | +0,724 |
| 13. | Luca Marini (I) | Honda | +0,783 |
| 14. | Johann Zarco (F) | Honda | +0,799 |
| 15. | Maverick Vinales (E) | KTM | +0,872 |
| 16. | Jack Miller (AUS) | Yamaha | +1,004 |
| 17. | Fabio Quartararo (F) | Yamaha | +1,033 |
| 18. | Enea Bastianini (I) | KTM | +1,060 |
| 19. | Diogo Moreira (BR) | Honda | +1,252 |
| 20. | Alex Rins (E) | Yamaha | +1,434 |
| 21. | Toprak Razgatlioglu (TR) | Yamaha | +2,104 |
| 22. | Michele Pirro (I) | Ducati | +3,109 |

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